Schnell und präzise, wenn es kniffelig wird

Immer dann, wenn es besonders kompliziert oder außergewöhnlich wird, kommt Alfred Frecking mit seinem Team zum Einsatz. Mit seiner Firma Drehtechnik Frecking in Dülmen hat sich der Unternehmer in einer Nische des Maschinen- und Anlagenbaus etabliert. Das Team übernimmt die Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien, aber vor allem kniffelige Zerspanungsaufgaben wie beispielsweise die Bearbeitung von besonders dünnwandigen großen Teilen oder das Nutenziehen. Für letzteres baut Frecking aktuell eine Nutenziehmaschinen auf – um solche Arbeiten noch schneller und präziser ausführen zu können.

„Wir sind zwar ein kleiner Betrieb, haben durch unsere Spezialisierungen aber eine enorme Schlagkraft entwickelt“, sagt Gründer und Geschäftsführer Alfred Frecking nicht ganz ohne Stolz. Dazu passt auch die aktuelle Investition in eine Maschine, mit der Passfedernuten erzeugt werden – eine Dienstleistung, die in der Region nur selten angeboten wird. Durch die Nut kann zum Beispiel eine Welle mit einem Element, das angetrieben werden soll, verbunden werden. „Bislang konnten wir nur Nuten mit einer Breite von maximal 30 Millimeter ziehen. Mit der neuen Anlage können wir das künftig auch für bis zu 63 Millimeter breite Nuten für größere Passfedern“, erklärt Frecking. 

Mit seinem Dienstleistungspaket erstellt das Team so einbaufertige Bauteile für Maschinen- und Anlagenbauer. Zum Kundenstamm zählen um Beispiel Hersteller von Windkraftanlagen, Werften oder die Bergbauindustrie. Die Frecking-Teile kommen in Lüftungsanlagen für die S-Bahn in Berlin, an Schiffsturbinen oder beim Abbau von Rohstoffen in Argentinien zum Einsatz. „Kein Auftrag ist wie der andere. Das macht unsere Arbeit sehr spannend, erfordert aber auch immer wieder neue innovative Lösungen und hochpräzises Arbeiten“, betont Frecking. Schließlich komme es auch bei großen Maschinen auf Bruchteile von Millimetern an, damit die Mechanik der Anlagen reibungslos funktioniert. „Wir bewegen uns in Toleranzen von wenigen hundertstel Millimetern – das ist weniger als die Hälfte eines Haares“, vergleicht der Feinwerkmechanikerund Maschinenbaumeister.
Für ein optimales Ergebnis kombiniert Frecking in der Produktion konventionelle Maschinen mit CNCDreh-Fräszentren, die die Detailarbeit übernehmen. Bis zu vier Meter lange Bauteile sowie Ringe mit einem Durchmesser bis 1,4 Meter kann Frecking in Dülmen bearbeiten und dank eines Krans, der fünf Tonnen heben kann, auch problemlos bewegen. „Wir haben seit Jahren keine Reklamation mehr verzeichnet – das macht uns schon ein bisschen stolz und zeigt, dass man auch mit einem kleinen Team höchste Qualität liefern kann“, betont Frecking.